Die alten Leute und ihre Pillen

 

 

Viele ältere Menschen leiden unter Schlafproblemen. Medikamente verschaffen Linderung, bringen aber auch Risiken: Schwere Nebenwirkungen und hohes Abhängigkeitspotenzial. Dennoch werden sie häufig verschrieben.

 
Dieser Beitrag erschien im E-Paper der Ostschweiz am Sonntag
Und online im St. Galler Tagblatt

 

Maria Müller* kann auf den Tag genau sagen, seit wann sie Schlaftabletten nimmt. Es war der Tag, an dem ihr Vater starb. «Seit Vaters Tod kann ich nicht mehr schlafen. Das ist jetzt mehr als vierzig Jahre her.»

Heute ist Maria Müller 78 Jahre alt und lebt mit ihrem Mann in einer kleinen Wohnung in Frauenfeld. Gesundheitlich geht es ihr gut, wenn nur das mit dem Schlaf nicht wäre.

«Ich bin müde und gehe ins Bett, aber sobald ich das Licht ausmache, bin ich wieder hellwach. Stundenlang.»

Damit ist die Thurgauerin nicht allein. Es wird angenommen, dass in der Schweiz rund 200’000 Personen ab 15 Jahren einen problematischen Umgang mit Schlaf- oder Beruhigungsmitteln haben. Das zeigen Zahlen von Suchtmonitoring Schweiz. Maria Müller gehört zur Risikogruppe: Am stärksten verbreitet ist das Phänomen bei Frauen über 70 Jahren.

 

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